Armin Baumgarten

Armin Baumgarten begreift Kunst auch als ein Sichtbarmachen innerer Welten. Ölschicht um Ölschicht trägt der Künstler auf die Leinwand auf, bis die immer pastoser werdende Farbskulptur ihre im Materiellen begründete Plastizität auch inhaltlich ausfüllt. Diese so entstandenen Bild-Körper kommunizieren die vollkommene Balance von Geistigem und Körperlichem. Die physische Präsenz dieser haptischen Gestalt-Silhouetten transportiert eine geistig-seelische Dichte, die aus dem ikonenähnlichen Bild herausdrängt. Und so hat Baumgarten seine Figuren auch zu Stelen werden lassen. Bei der Herstellung der Urform für den Bronzeguss hat der Künstler Gips verwendet- dieses Material erlaubt eine dem Malvorgang ähnliche Bearbeitungsweise. Auch wenn Baumgarten seine Motive stets auf`s  Neue aufruft, so bleiben sie eben doch Einzelwerke- der hohe Zeitaufwand, den der Künstler in seine Arbeiten investiert, bleibt stets spürbar.

Dr. Ulrike Brandenburg (Wiesbaden), Kulturjournalistin

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